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Scharf, schärfer, Scharfzeichnung! (Fortsetzung)

Unscharfmaskierung

Nach genau dem selben Prinzip funktioniert eine gängige Methode zur Scharfzeichnung von Fotos, die Unscharfmaskierung. Die Konturen des Fotos werden mit einem unscharfen Saum umgeben und ihr Kantenkontrast so angehoben. Der Schärfeeindruck wird dadurch erhöht, obwohl das Bild in Wirklichkeit sogar an Detailinformation verliert.
Technisch funktioniert das so: Zuerst wird eine unscharfe Kopie des Bildes erstellt und diese dann digital vom Originalbild subtrahiert.

schaerfe_unscharfmaskieren

Im Beispiel zeigt das dritte Bild die aus der Subtraktion der Bilder eins und zwei entstandene Unschärfemaske, mit deutlich erkennbaren Säumen um die Konturen. Wird diese Maske in das Originalbild einkopiert, entsteht der selbe Effekt wie bei der lateralen Hemmung und das Bild wirk schärfer.

Der Zugewinn an Schärfe hängt nun in erster Linie von der Unschärfe der Bildkopie ab: Je unschärfer die Kopie, desto stärker der Effekt. Gleichzeitig steigt aber auch der Verlust an Bilddetails, weil der Kantensaum sich ebenfalls vergrößert, so dass schließlich dieser Effekt überwiegt.

Für unser Auge sind nun zwei Eigenschaften der Unscharfmaskierung ins Gleichgewicht zu bringen: Die Breite des Unschärfesaums und die zusätzliche Verstärkung des Kantenkontrasts durch Aufhellung und Abdunklung. In Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder Gimp sind dies die Größen Radius (in Pixeln) und Stärke.

 

7. November 2009 | Fotografie,Tutorial | 4.421 views

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